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Die `!Fasti`! (auch `!Fasten, F-Tage`!) waren ursprünglich eine römische „Liste der Gerichtstage“, der später weitere `F33f`_`[Feriae`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Feriae]`_`f (Festtage) zugefügt wurden. Im Verlauf bildete sich unter Ergänzung besonderer Ereignisse ein früher `F33f`_`[Kalender`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Römischer_Kalender]`_`f heraus.

Abgeleitet ist der Begriff von `*fari`* (sprechen), welches wiederum mit `*fas`* (göttliches Recht) in Verbindung steht. `*`F33f`_`[Dies fasti`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dies_fastus]`_`f`* sind im Gegensatz zu `*`F33f`_`[dies nefasti`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dies_nefastus]`_`f`* Tage, an denen Recht gesprochen wird. An `*dies fasti`* durfte ein `F33f`_`[Prätor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Praetur]`_`f gemäß göttlichem Recht Gericht halten.

Dieses Verzeichnis war ursprünglich nur den Patriziern zugänglich und wurde erst 305 v. Chr. durch `F33f`_`[Gnaeus Flavius`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gnaeus_Flavius]`_`f, den Schreiber von `F33f`_`[Appius Claudius Caecus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Appius_Claudius_Caecus]`_`f, veröffentlicht. Die `F33f`_`[Pontifices`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pontifex]`_`f vergaben für jeden Wochentag die Buchstaben A–H (`*`F33f`_`[Nundialbuchstaben`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nundinum]`_`f`*). Die Römer hatten zunächst noch eine „8-Tage-`F33f`_`[Woche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Woche]`_`f“, erst später wurde nach dem Vorbild der `F33f`_`[Babylonier`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Babylonier]`_`f die „7-Tage-Woche“ eingeführt. Da die Jahreslänge kein Vielfaches von acht Tagen war, markierte jedes Jahr ein anderer Buchstabe den achttäglich stattfindenden Markttag. Ergänzt wurden die Nundialbuchstaben durch die `F33f`_`[Tagescharaktere`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tagescharaktere_im_römischen_Kalender]`_`f: Jeder Tag war mit einem Buchstabenkürzel markiert, das kennzeichnete, an welchem Tag welche kultischen und politischen Handlungen religiös erlaubt waren und an welchem nicht. Außerdem wurden in den `*Fasti`* wichtige Ereignisse wie die Wahl eines Konsuls festgehalten.

Aus der Zeit der `F33f`_`[römischen Republik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Römische_Republik]`_`f ist nur ein einziges Exemplar eines Kalenders erhalten, nämlich die `F33f`_`[Fasti Antiates maiores`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasti_Antiates_maiores]`_`f. Aus der `F33f`_`[Kaiserzeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Römische_Kaiserzeit]`_`f liegen demgegenüber diverse Beispiele vor, sowohl aus Rom selbst als auch aus anderen Regionen Italiens und `F33f`_`[Siziliens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sicilia_(Provinz)]`_`f. Die `*Fasti`* aus Orten außerhalb Roms kombinieren häufig Notizen aus der Hauptstadt und vom Kaiserhof mit lokal relevanten Informationen, so beispielsweise in `F33f`_`[Ostia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ostia_Antica]`_`f die `F33f`_`[Fasti Ostienses`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasti_Ostienses]`_`f. Eine literarische Verarbeitung des römischen Kultkalenders schuf der Dichter `F33f`_`[Ovid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ovid]`_`f zwischen 2 und 8 n. Chr. mit seinen unvollendet gebliebenen `F33f`_`[Fasti`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasti_(Ovid)]`_`f. Es handelt sich dabei um einen poetischen Festkalender in `F33f`_`[elegischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elegie]`_`f `F33f`_`[Distichen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Distichon]`_`f, in dem die römischen Feste mit ihren mythologischen Hintergründen sowie kultische Rituale beschrieben wurden. In der Spätantike schuf `F33f`_`[Polemius Silvius`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Polemius_Silvius]`_`f in seinem `*Laterculus`* eine weitere literarische Ausarbeitung des römischen Kalenders.

Ab der der Spätzeit der römischen Republik wurden die `*Fasti`* häufig durch jahrweise geordnete Listen wichtiger `F33f`_`[Magistrate`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Magistratur]`_`f, etwa der `F33f`_`[Konsuln`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konsulat_(Römisches_Reich)]`_`f, ergänzt. Relativ kurz darauf, schon ab der Zeit des Kaisers `F33f`_`[Augustus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Augustus]`_`f, wurden diese Listen teilweise auch ohne Verbindung mit einem Kalender erstellt und veröffentlicht und wurden dann trotzdem ebenfalls als `*Fasti`* bezeichnet. Berühmte Beispiele dafür sind:

• `*`F33f`_`[Fasti consulares`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_römischen_Konsuln]`_`f`*, ein Verzeichnis der Konsuln, das an dem Augustusbogen auf dem Forum Romanum angebracht wurde. Es reicht von 508 v. Chr. bis 354 n. Chr. 1546 wurden Reste gefunden (`F33f`_`[Fasti Capitolini`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasti_Capitolini]`_`f).
• `*`F33f`_`[Fasti triumphales`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fasti_triumphales]`_`f`*: Verzeichnisse der Feldherren, die Triumphe feierten

>>Contents

• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f

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>>Weblinks

Commons

: Fasti

– Sammlung von Bildern

• Fasti Triumphales – englische Übersetzung

>>Literatur

• `F33f`_`[Jörg Rüpke`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jörg_Rüpke]`_`f: `*Fasti.`* In: `*`F33f`_`[Der Neue Pauly`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Der_Neue_Pauly]`_`f`* (DNP). Band 4, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01474-6, Sp. 434–439.
• Jörg Rüpke: `*Kalender und Öffentlichkeit. Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom`* (= `*`F33f`_`[Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Religionsgeschichtliche_Versuche_und_Vorarbeiten]`_`f.`* Band 40). Walter de Gruyter, Berlin/New York 1995, ISBN 3-11-014514-6 (zugleich Habilitationsschrift, Universität Tübingen 1994).

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